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Progressive Muskelentspannung (PME)

Übersicht

Die Progressive Muskelentspannung (PME) wurde von dem amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson als Entspannungsverfahren entwickelt. Das Verfahren wird auch Progressive Muskelrelaxation (PMR), Progressive Relaxation (PR) oder Tiefenmuskelentspannung genannt.

Das Verfahren beruht darauf, dass durch die willentliche Anspannung und Entspannung von bestimmten Muskelgruppen eine tiefe Entspannung des gesamten Körpers erreicht werden soll.

Vorbereitungen

Die Progressive Muskelentspannung sollte möglichst in ruhiger, angenehmer Umgebung erlernt werden. Die Räumlichkeiten sollten so gut wie möglich gegenüber äußeren Reizen abgeschirmt sein.

Die Übenden sollten möglichst bequeme Kleidung tragen. Ausreichend bequeme Sitz- und Liegemöglichkeiten sollten vorhanden sein.

Die Progressive Muskelentspannung wird normalerweise mit geschlossenen Augen eingeübt und durchgeführt. Eine Ausnahme bilden z.B. bestimmte Krankheitsbilder wie Traumatisierungen in der Vorgeschichte (siehe unten).

Die Übenden werden darauf hingewiesen, dass Leistungsansprüche wie z.B. „Ich muss dass PME möglichst schnell lernen!“ oder „Das PME muss besonders schnell wirken!“ im Allgemeinen genau das Gegenteil erzielen und die Anspannung der Betroffenen weiter erhöhen.

Übungsablauf

Unter Instruktion durch eine erfahrene Gruppenleiterin / einen erfahrenen Gruppenleiter erfolgt die Einübung der PME-Übungen. Dabei werden 16 Muskelgruppen im Wechsel bewusst angespannt und wieder entspannt.

Regelmäßiges Weiterüben

Die Progressive Muskelentspannung sollte von den Übenden auch außerhalb der Trainingsstunden regelmäßig weitergeübt werden, z.B. einmal am Tag, um den positiven Effekt dauerhaft zu festigen.

Indikationen

Die Progressive Muskelentspannung soll bei chronischen Schmerzerkrankungen wie z.B. chronischen Kopfschmerzen, bei arterieller Hypertonie (Bluthochdruck) oder Schlafstörungen einen positiven Effekt erzielen könnnen.

Kontraindikationen

Zu den Kontraindikationen gehört das Bestehen von psychotischen und hypochondrischen Krankheitsbildern. Bei Vorliegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS, PTSD) muss die Indikation kritisch geprüft werden, damit nicht durch das PME z.B. Intrusionen hervorgerufen werden.

Nebenwirkungen

Die Progressive Muskelentspannung ist bei richtiger Durchführung weitestgehend nebenwirkungsfrei. Bei einigen Übenden kann es jedoch bei entsprechenden Vorerkrankungen zum Auftreten von entspannungsinduzierten Angstzuständen sowie zu Depersonalisations- oder Derealisationsphänomen führen. Bei bestimmten Atemwegserkrankungen kann es evtl. zu einer Verstärkung der Ateminsuffizienz kommen.
 

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Die American Psychiatric Association hat im Mai 2013 nach mehrjähriger Überarbeitung die 5. Auflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) veröffentlicht. Das DSM-5 umfasst neben den aktuellen Diagnosekriterien der psychischen Erkrankungen unter anderem auch die Kriterien der wichtigsten “neuen” Störungsbilder und gehört schon jetzt zu einem Standardwerk der Psychiatrie und Psychotherapie.

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Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 4. September 2014

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